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Die Auswirkung statischer interauraler Differenzen von Zeit oder Ort auf die Schalllokalisation bei bimodal Versorgten und Normalhörenden

  • Frühere Arbeiten haben gezeigt, dass die Fähigkeit zur Lokalisation von Schallsignalen in der Horizontalebene bei Trägern von Cochlea-Implantat (CI) ipsi- und Hörgerät (HG) kontralateral (bimodale Versorgung), verbessert werden kann, wenn die statische interaurale Zeitverzögerung (Timing Mismatch – TM) technisch reduziert wird [1]. Das TM wird durch Unterschiede der Prozessierungslatenzen von CIFrühere Arbeiten haben gezeigt, dass die Fähigkeit zur Lokalisation von Schallsignalen in der Horizontalebene bei Trägern von Cochlea-Implantat (CI) ipsi- und Hörgerät (HG) kontralateral (bimodale Versorgung), verbessert werden kann, wenn die statische interaurale Zeitverzögerung (Timing Mismatch – TM) technisch reduziert wird [1]. Das TM wird durch Unterschiede der Prozessierungslatenzen von CI und HG und durch unterschiedliche Stimulationsorte (CI: Hörnerv; HG: äußerer Gehörgang) verursacht. Ein CI-Hersteller hat die technische Reduktion des TM zwischenzeitlich als frequenzübergreifende Verzögerung der CI-Stimulation für die CI-Anpassung verfügbar gemacht. Dadurch lässt sich das TM zwar reduzieren, für eine Eliminierung bräuchte es aber eine frequenzspezifische Verzögerung der CI-Stimulation. Zusätzlich zum TM treten bei bimodal Versorgten auch statische interaurale tonotope Differenzen auf (Place of Stimulation Mismatch – PM). Grund hierfür ist die begrenzte Insertionstiefe des CI-Elektrodenarrays. Meist wird diesem Umstand bei der CI-Anpassung nicht Rechnung getragen. Es wird eine von der Insertionstiefe unabhängige Frequenz-Elektroden-Zuordnung verwendet. Da in einem akustisch hörenden Ohr aber jedem Ort in der Cochlea nicht nur eine charakteristische Frequenz sondern auch eine charakteristische Prozessierungszeit (Cochlear Delay) zugeordnet werden kann, gelingt die Feinabstimmung von TM und PM bei bimodaler Versorgung nur gemeinsam. Als erster Ansatz zur Untersuchung dieses Effektes wird im Vortrag die Auswirkung von TM und PM separat vorgestellt. Erhöhung des TM wie auch des PM führt zur Reduktion der Schalllokalisationsfähigkeit. Allerdings reduziert TM sowohl den RMSE als auch den Signed Bias, während mit steigendem PM primär der RMSE schlechter wird. Wie TM/PM und binaurale Fusion interagiert, wird zusätzlich im Vortrag erörtert.…zeige mehrzeige weniger

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Metadaten
Dokumentart:Konferenzveröffentlichung
Art der Konferenzveröffentlichung:Konferenz-Abstract
Zitierlink: https://opus.hs-offenburg.de/9901
Bibliografische Angaben
Titel (Deutsch):Die Auswirkung statischer interauraler Differenzen von Zeit oder Ort auf die Schalllokalisation bei bimodal Versorgten und Normalhörenden
Konferenzangaben:Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Audiologie (26. : 06.03. - 08.03.2024 : Aalen)
Verfasserangaben:Stefan ZirnStaff MemberORCiDGND, Franz-Ullrich MüllerStaff MemberORCiDGND, Sebastian RothStaff MemberORCiDGND, Werner HemmertORCiD, Julian AngermeierStaff MemberORCiDGND
Erscheinungsjahr:2024
Urhebende Körperschaft:Deutsche Gesellschaft für Audiologie e.V.
Seitenanzahl:1
Aufsatznummer:Doc059
DOI:https://doi.org/10.3205/24dga059
URN:https://urn:nbn:de:0183-24dga0590
Sprache:Deutsch
Inhaltliche Informationen
Fakultäten / Einrichtungen:Fakultät Elektrotechnik, Medizintechnik und Informatik (EMI) (ab 04/2019)
Sammlungen der Hochschule Offenburg:Bibliografie
Freies Schlagwort / Tag:Cochlea-Implantat
Formale Angaben
Relevanz für "Jahresbericht über Forschungsleistungen":Keine Relevanz
Open-Access-Status: Open Access 
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